NetApp ONTAP – Storage für jede Virtualisierungsumgebung
Flexible Plattform für Multi-Hypervisor-Strategien & hybride IT-Architekturen


Virtualisierung ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil moderner IT-Infrastrukturen. Doch selten zuvor war der Markt so stark in Bewegung wie heute. Neue Lizenzmodelle, steigende Kosten, der Wunsch nach mehr Unabhängigkeit und die zunehmende Bedeutung cloud-nativer Workloads führen dazu, dass Unternehmen ihre Virtualisierungsstrategien grundlegend hinterfragen. Statt sich langfristig an eine einzelne Plattform zu binden, rückt ein anderer Gedanke in den Vordergrund: Flexibilität durch Wahlfreiheit.
Ob VMware-basierte Umgebungen, Microsoft Hyper-V, containerisierte Anwendungen auf Kubernetes oder alternative Hypervisoren wie Proxmox – viele IT-Abteilungen setzen inzwischen bewusst auf Multi-Hypervisor-Strategien. Der gemeinsame Nenner all dieser Szenarien ist nicht der Hypervisor selbst, sondern die Frage, wie Daten zuverlässig, performant und sicher bereitgestellt werden können. Genau hier gewinnt der Storage erneut eine zentrale Rolle.
NetApp ONTAP positioniert sich in diesem Umfeld als stabile Konstante. Nicht als Lösung für eine einzelne Virtualisierungsplattform, sondern als einheitliche Datenplattform, die unterschiedliche Technologien parallel unterstützt und miteinander verbindet.
Datenplattform statt klassisches Storage-System
ONTAP ist weit mehr als ein klassisches Speichersystem. Es handelt sich um ein einheitliches Storage-Betriebssystem, das konsequent daten- und nicht hypervisorzentriert entwickelt wurde. Dieser Ansatz macht es möglich, dieselben Datendienste unabhängig von der jeweiligen Virtualisierungsplattform zu nutzen.
Zu den zentralen Eigenschaften von ONTAP zählen:
- Unterstützung von File-, Block- und Object-Storage in einem System
- Einheitliche Funktionen für Datensicherung, Replikation und Hochverfügbarkeit
- Skalierbarkeit ohne Unterbrechung des laufenden Betriebs
- Integrierte Sicherheitsfunktionen wie Ransomware-Erkennung, Verschlüsselung und Zugriffskontrollen
Dieser Plattformgedanke ist entscheidend. Unternehmen müssen sich nicht mehr zwischen Performance, Effizienz oder Sicherheit entscheiden – sie erhalten alle Funktionen konsistent über sämtliche Workloads hinweg. Dadurch wird ONTAP zur tragenden Säule moderner Rechenzentrums- und Hybrid-Cloud-Architekturen.
VMware vSphere Foundation
VMware bleibt für viele Unternehmen weiterhin eine zentrale Virtualisierungsplattform. Gleichzeitig haben sich die Rahmenbedingungen deutlich verändert. Neue Lizenzmodelle und die stärkere Bündelung von Funktionen führen dazu, dass IT-Abteilungen nach Möglichkeiten suchen, ihre bestehenden Umgebungen wirtschaftlicher und flexibler zu betreiben.
NetApp ONTAP ist seit vielen Jahren tief in VMware-Umgebungen integriert und unterstützt auch aktuelle Plattformen wie VMware vSphere Foundation vollständig. Unternehmen können ONTAP als externen Enterprise-Storage nutzen und sind damit nicht auf hypervisorinternen Speicher angewiesen. Unterstützt werden sowohl VMFS- als auch NFS-Datastores, ergänzt durch moderne Konzepte wie vVols zur granularen Steuerung einzelner virtueller Maschinen.
Ein wesentlicher Vorteil liegt in der engen technischen Verzahnung: Storage-Operationen wie Klonen, Snapshots oder das Verschieben von Daten werden direkt auf das Storage-System ausgelagert. Das entlastet die Hosts, steigert die Performance und vereinfacht den Betrieb. Mit Lösungen wie SnapCenter lassen sich zudem applikationskonsistente Backups und Wiederherstellungen realisieren, ohne zusätzliche Komplexität in die VMware-Umgebung zu bringen.
Damit bleibt VMware eine leistungsfähige Plattform – mit dem Unterschied, dass Unternehmen dank ONTAP ihre Storage-Strategie unabhängig von Lizenz- oder Architekturentscheidungen gestalten können.
Microsoft Hyper-V (Windows Server)
Parallel zur Entwicklung im VMware-Umfeld rückt Microsoft Hyper-V wieder stärker in den Fokus. Besonders in Microsoft-zentrierten Infrastrukturen oder bei Organisationen, die mehrere Hypervisoren parallel betreiben, bietet Hyper-V eine attraktive Alternative.
NetApp ONTAP unterstützt Hyper-V-Umgebungen umfassend. Virtuelle Maschinen können sowohl über SMB-basierte Cluster Shared Volumes als auch über klassische SAN-Protokolle wie iSCSI oder Fibre Channel angebunden werden. Diese Architektur ermöglicht hochverfügbare Hyper-V-Cluster mit Live-Migration, Failover-Clustering und unterbrechungsfreiem Betrieb.
Ein entscheidender Vorteil für den Betrieb liegt in der Einheitlichkeit der Datendienste. Backup-, Replikations- und Sicherheitsmechanismen bleiben identisch zu anderen Plattformen. Für Unternehmen, die VMware- und Hyper-V-Umgebungen parallel betreiben oder schrittweise migrieren möchten, entsteht so eine konsistente Betriebsbasis – ohne zusätzliche Storage-Inseln.
Kubernetes & containerisierte Workloads
Mit der zunehmenden Verbreitung von Kubernetes und containerisierten Anwendungen verändert sich auch der Blick auf Storage. Während Container oft als kurzlebig gelten, sind die darin betriebenen Daten es nicht. Datenbanken, KI-Workloads oder zustandsbehaftete Services erfordern dieselbe Verlässlichkeit wie klassische virtuelle Maschinen.
NetApp ONTAP ist für diese Anforderungen ausgelegt. Über den NetApp Trident CSI-Treiber lässt sich Storage dynamisch und automatisiert in Kubernetes-Umgebungen bereitstellen. Persistente Volumes werden direkt aus ONTAP heraus provisioniert und profitieren von denselben Enterprise-Funktionen wie Snapshots, Replikation und Verschlüsselung.
Der entscheidende Vorteil liegt in der Integration: Container-Workloads, virtuelle Maschinen und klassische Applikationen greifen auf eine gemeinsame Datenplattform zu. Das vereinfacht den Betrieb, reduziert Komplexität und schafft die Grundlage für hybride Architekturen, in denen unterschiedliche Technologien nahtlos zusammenarbeiten.
Proxmox Virtual Environment
Neben etablierten Plattformen gewinnt mit Proxmox Virtual Environment ein Open-Source-Hypervisor zunehmend an Bedeutung. Kostentransparenz, offene Architekturen und die Kombination aus KVM-Virtualisierung und Containern machen Proxmox für viele Unternehmen attraktiv.
NetApp trägt dieser Entwicklung Rechnung und bietet inzwischen offizielle Architekturen und Dokumentationen für den Einsatz von ONTAP mit Proxmox VE. Unterstützt werden sowohl NAS- als auch SAN-Protokolle – darunter NFS, SMB, iSCSI sowie moderne NVMe-basierte Anbindungen.
Für Unternehmen bedeutet das: Auch in Proxmox-Umgebungen müssen sie nicht auf bewährte Enterprise-Funktionen verzichten. Snapshots, Replikation, Storage-Effizienz und Sicherheitsmechanismen stehen in gleicher Qualität zur Verfügung wie bei anderen Hypervisoren. ONTAP fungiert damit als Brücke zwischen Open-Source-Virtualisierung und professionellen Betriebsanforderungen.
Der Hypervisor ist austauschbar – die Datenplattform nicht
Die aktuelle Entwicklung im Virtualisierungsmarkt zeigt deutlich: Der Hypervisor wird zunehmend zur variablen Größe, während die Datenplattform langfristig Bestand haben muss. Unternehmen, die ihre Storage-Strategie unabhängig von einzelnen Herstellern oder Lizenzmodellen aufstellen, sichern sich Handlungsspielraum für die Zukunft.
NetApp ONTAP bietet genau diese Unabhängigkeit. Als einheitliche Datenplattform unterstützt es VMware, Hyper-V, Kubernetes und Proxmox gleichermaßen – mit konsistenten Funktionen, hoher Sicherheit und klarer Skalierbarkeit. Wer seine Daten auf ONTAP betreibt, kann Virtualisierungsplattformen flexibel wählen, kombinieren oder wechseln, ohne den Storage jedes Mal neu denken zu müssen.
Kurz gesagt: Wer die Kontrolle über seine Daten behält, behält auch die Kontrolle über seine IT-Strategie.
Autor: Udo Böhm
Bildquellen: NetApp, Shutterstock







